Ouf – c‘est fait!

Nach der wunderschönen Vernissage im Rahmen des diesjährigen Kunstabiturs wurde nun auch das Fach Französisch am 9. und 11. März in sehr abwechslungsreichen Präsentationsprüfungen (10 Minuten Präsentation/ 10 Minuten Prüfungs-Gespräch zum präsentierten Thema) erfolgreich abgeschlossen.

Wir hatten dabei z.B. keine Geringere als Anne Hidalgo (aktuell scheidende Bürgermeisterin von Paris) zu Gast sowie einen französischen Tierschutz-Aktivisten der Gruppe L214, der sich mutig gegen Massentierhaltung einsetzt, außerdem die Krankenschwester Fatou Kouassi aus der Republik Elfenbeinküste, die von ihrer Arbeit bei der Hilfsorganisation „Action contre la faim“ berichtete, eine Ärztin von „Médecins sans Frontières“ und eine Aktivistin der Gruppe „Excision parlons-en“, die sich insbesondere für Aufklärung über die jährlich immer noch millionenfach praktizierte weibliche Genitalverstümmelung einsetzt.

Am Beispiel der politisch engagierten Fußballikone Marinette Pichon wurde uns der immer noch langsame Prozess der Gleichberechtigung vor Augen geführt.

Wir durften einem kritisch-informativen TV-Interview aus Ruanda lauschen zur weltweit höchsten Frauenquote im dortigen Parlament. Außerdem bekamen wir Einblick in die sehr empfehlenswerte Lektüre der Romane von Scholastique Mukasonga, einer französisch-ruandischen Autorin. Neben dieser Literaturbesprechung und weiteren interessanten Themen gab es auch Filmkritiken; wärmstens empfehlen können wir daher The Great Green Wall und Marcher sur l‘eau – beide zeigen mutmachende Lösungen für die Folgen des Klimawandels in der Sahelzone.

Der Schwerpunkt der Themenwahl der diesjährigen Abitur-Klasse lag auf dem afrikanischen Kontinent – nicht überraschend, denn eins der vier brandenburgischen Abitur-Themen im Fach Französisch war nach wie vor die „Francophonie“ – aber auch zu den Themen „Für eine Idee leben“, „Immigration/Leben in einer multikulturellen Gesellschaft“ sowie „Die Welt der Medien“ entwickelten die AbiturientInnen interessante individuelle Themenverbindungen und Bezüge.

Eine schließlich reiche Ernte, nachdem wir das Schuljahr mit einer filmischen Reise in die Pariser Banlieue begonnen und uns anschließend mit der Welt von morgen beschäftigt hatten.

Wir hoffen, dass die Devise aus dem Dokumentarfilm Demain/Tomorrow von 2015 „Die Welt ist voller Lösungen“ weiterhin Bestand haben wird.

Merci beaucoup à la classe terminale! Et bonne continuation! Wir gratulieren der 13. Klasse sehr herzlich zu den bestanden Französichprüfungen. Félicitations!

(Kathrin Kaschek)