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  • Foto: Ildikó Dietrich-Woitge

Instrumentalunterricht

Klangvolle Zuwendung

„Musik umschließt den ganzen Menschen und seine gesamten Lebensumstände. Sie fördert die Entwicklung eigener Wahrnehmung und Urteilskraft, ist unverzichtbar im Rahmen von kultureller Bildung und damit für die gesamte Persönlichkeitsentwicklung eines Menschen.“ Das stammt nicht etwa aus einem Pamphlet der Waldorfschulen, sondern ist ein Zitat von der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin, Dr. Stefanie Hubig.

Freie Auswahl eines Instruments
Der schulische Alltag sieht vielerorts meist anders aus: Kunst und Musik fristen in vielen Lehrplänen ein Schattendasein, Stunden werden gekürzt oder von fachfremden Lehrern gegeben. An unserer Schule jedoch haben Kunst- und Musikunterricht einen festen Platz. „Das Musizieren im Ensemble setzt bei uns schon früh an“, so Musiklehrerin Marie Kogge. „In den ersten beiden Klassen stellen unsere Instrumentallehrer*innen bzw. Schüler*innen aus höheren Klassen den Kindern die verschiedenen Instrumentenfamilien vor. Parallel dazu lernt jedes Kind entweder Flöte oder Harfe – viele von ihnen von den Eltern selbst gefertigt.“

Haben sich die Kinder für ein Instrument entschieden – und das kann neben Klavier, Geige, Gitarre, Querflöte oder Schlagzeug auch ein Akkordeon oder gar Dudelsack sein – beginnen der nachmittägliche Instrumentalunterricht und das Musizieren im Klassenorchester.

Musizieren im klassenübergreifenden Ensemble
Mit diesen ersten Erfahrungen kommen die Kinder in den Klassen 5 und 6 in den klassenübergreifenden Chor und das Orchester. Parallel dazu läuft der normale Musikunterricht im Klassenverband weiter. „Auch in der Mittelstufe steht damit das praktische Musizieren vor der Theorie“, sagt die renommierte Violinistin und langjährige Leiterin des Oberstufenorchesters, Marie Kogge.

In der Oberstufe warten dann anspruchsvolle Herausforderungen auf die Chor- und Orchestermitglieder – sei es die Begleitung einer Eurythmieaufführung mit einem Vokalstück von Rachmaninov oder ein Mozart-Choral, der vom Mittelstufenorchester begleitet wurde, anlässlich der 21-Jahrfeier zur Aufführung.