Lesetipp: Erziehungskunst 05/2026 und 04/2026

Liebe Schulboten- und Blog-Leser:innen,

wir leben in bewegten Zeiten. Nach der „Zeitenwende“ strebt die derzeitige Bundesregierung nicht nur weitere Aufrüstung an, sondern auch eine Rückkehr zur Wehrpflicht; gleichzeitig steigt die Zahl der Kriegsdienstverweigerer in Deutschland weiter deutlich an. Kaum ein Sachverhalt polarisiert momentan mehr als der Umgang mit Krieg und Frieden. Während große Teile der Bevölkerung gerade mit Blick auf die Vergangenheit Deutschlands in der friedensethischen Debatte Diplomatie statt Waffen fordern und einen Abbau des Sozialstaats durch die zunehmende Militarisierung fürchten, wünschen sich andere ein kriegstüchtiges Deutschland. Doch ist es überhaupt möglich, Frieden durch militärische Stärke zu sichern oder wird echte Sicherheit langfristig nur durch Gerechtigkeit erreicht? Und was genau ist eigentlich Frieden?

„Frieden bedeutet nicht nur die Abwesenheit von Krieg, sondern in der Regel auch Zufriedenheit, ein Leben ohne Angst und Gewalt und ein Leben in Gemeinschaft mit Menschen, die friedfertig sind,“ schreibt Angelika Lonnemann im Editorial der Mai-Ausgabe der Erziehungskunst mit dem Titel „Teach Peace – Frieden und Pädagogik.“

Diesem sehr aktuellen Themenbereich widmet(e) sich auch die Waldorfschule Potsdam und ist mit gleich zwei Artikeln in der Erziehungskunst vertreten:

Ab Seite 7 erhalten Sie einen Einblick in die spannende Jahresarbeit unserer Abiturientin Lieve Quentin mit dem Titel „Frieden und Friedfertigkeit“, die sie in der 12. Klasse verfasst hat und dazu ein Oberstufenprojekt leitete. Was ist Frieden und wie ist Frieden möglich? Lieve begann mit diesen Fragen und endete mit einer Begriffsklärung – der Unterscheidung zwischen Frieden und Friedfertigkeit. Wir möchten Ihnen diesen Artikel sehr an Herz legen.

Zudem blickt unsere Geschichtslehrerin Frau Hesse in die Vergangenheit und ist ist überzeugt: Um ein tieferes Verständnis für Vergangenes entwickeln zu können, braucht es Orte, die Sinneswahrnehmungen für den ganzen Menschen bieten. Ihren sehr lesenswerten Artikel „Erinnerungskultur mitgestalten“ finden Sie ab Seite 29.

Auch die April-Ausgabe der Erziehungskunst mit dem Titel „Medienpädagogik“, die in Zusammenarbeit mit Medienpädagogik-Expert:innen der Freien Hochschule Stuttgart und der Alanus Hochschule entstanden ist, enthält viel Lesenswertes – unter anderem einen spannenden Artikel von Johan Mateo Grimsehl, der unsere 12. Klasse besucht: „Plädoyer für einen mutigen und aktiven Umgang mit Technik“

Wir wünschen viel Freude beim Lesen!

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