„Eigentlich ist es etwas Normales gegen Rassismus zu sein“

Mit diesen Worten begrüßte uns Prof. Dr. Ulrike Liedtke zum diesjährigen Netzwerktreffen Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage. Dass Vetreterinnen und Vertreter der nun 122 SOR-SMC Schulen in Brandenburg im Landtag zusammenkommen konnten, ist keine Selbstverständlichkeit. Denn just eine Woche zuvor stellte die AfD den Antrag die finanzielle Förderung für dieses Netzwerk einzustellen. Mit einer Mehrheit wurde der Antrag abgelehnt und somit zeigte der Landtag wie wichtig die Arbeit von RAA ist.

Gemeinsam mit einer Schülerin und einem Schüler der 11. Klasse durfte ich die Waldorfschule Potsdam vertreten. Wir besuchten Workshops zu den Themen Neutralitätsgebot, Fake News: Zwischen Fakten und Followern, und Widerstand, Mitläufertum und Täterschaft.

Durch den Austausch wurden wir alle nochmal bestärkt den Titel „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ ernst zu nehmen, dass das Schild an der Hauswand keine Trophäe sei, sondern ein Versprechen hinzuschauen, wenn Ausgrenzung und Diskriminierung stattfinden. Auch wurden wir daran erinnert, dass Courage nicht heißt, wir sind alle der gleichen Meinung. Demokratie lebt vom Diskurs, von der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Positionen, basierend auf einem gegenseitigen Respektieren. Wie der Bundeskoordinator von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage so schön sagte: „Demokratie ist kein Zuschauersport.“

Gestärkt durch den Austausch und mit vielen Eindrücken sind wir wieder in die Schule gekommen und freuen uns, diesen erlebnisreichen Tag mit anderen zu teilen.

(A. McD.)