Ausflug in die Demeter-Bäckerei Weichardt Brot

An einem frostigen Morgen habe ich als Vater von Gabriel die 3. Klasse bei ihrem Ausflug in eine Bäckerei nach Berlin begleitet. Gemeinsam mit den Kindern, Frau Engelke, Billy und Mikas Vater Chris starteten wir die Reise in Potsdam. Die Vorfreude war den Kindern deutlich anzusehen, während wir mit der S-Bahn und später mit der U-Bahn nach Charlottenburg, fuhren.

Unser Ziel war die traditionsreiche Demeter-Bäckerei Weichardt Brot. Da die Mehlstube für die ganze Klasse auf einmal zu klein gewesen wäre, teilten wir uns vor Ort in zwei Gruppen auf. Während die erste Gruppe neugierig in die Welt des Backens eintauchte, nutzten wir mit der anderen Hälfte der Klasse die Zeit zum Frühstück und Spielen auf einem nahe gelegenen Spielplatz. Die Kinder konnten sich noch einmal richtig austoben, bevor sie sich mit voller Konzentration dem Handwerk widmeten.

Als erste Station zeigte uns der Bäcker Philipp die Getreidemühlen. Doch bevor wir die Mühlen, Mehlvorräte und Backstube mit den Öfen aus der Nähe betrachten konnten, bekam jeder von uns ein Haarnetz aufgesetzt damit kein Haar ins Mehl gelangte.

Mit viel Geduld und Begeisterung erklärte Philipp den Kindern den Weg vom Korn zum Brot. Wir erfuhren, wie die harten Weizenkörner in der Mühle zu feinem Mehl gemahlen werden und durften fünf verschiedene Weizenkornsorten probieren. Besonders beeindruckt hat uns die Information, dass es in Deutschland über 1.000 verschiedene Weizensorten gibt – eine Vielfalt, die man im Verkaufsbereich einer Bäckerei kaum erahnt.

Danach wurde es praktisch. Auf den Tischen lag bereits vorbereiteter Teig. Philipp zeigte uns mit geschickten Handgriffen, wie man aus den Teigsträngen kunstvolle Rosinenknoten knetet. Die Kinder waren mit vollem Eifer dabei, spürten die Konsistenz des Teiges und durften kleine Mengen vom Teig probieren.

Zum krönenden Abschluss der Führung erhielt jedes Kind ein frisches, duftendes Brötchen direkt aus der Hand der Bäcker. Als Zeichen unserer Wertschätzung und Dankbarkeit stellten wir uns gemeinsam auf. Die Kinder sangen den Bäckern ein eigens gedichtetes Lied und mit diesem musikalischen Dankeschön verabschiedeten wir uns für die herzliche Gastfreundschaft.

Es war ein wunderbarer Tag, der den Kindern das Handwerk und die Wertschätzung für unsere Lebensmittel auf ganz lebendige Weise nähergebracht hat. Von dem Ausflug erfüllt machten wir uns schließlich wieder auf den Rückweg nach Potsdam.

Ich habe mich sehr gefreut die Klasse zu begleiten und kann allen Eltern die Möglichkeit bei einem Ausflug die Kinder zu begleiten sehr empfehlen. Es sind sehr schöne Einblicke in die Klassengemeinschaft die man dadurch gewinnt.

(M. Stedler)