Infos zur Monatsfeier

Am Samstag fand unsere erste öffentliche Monatsfeier im diesem Jahr statt – eine gute Gelegenheit, ihre Herkunft und unsere Gepflogenheiten rund um den bunten Strauß an Präsentationen aus den Klassen und Projekten einmal darzustellen.

Die Idee stammt von Rudolf Steiner. Er regte an, dass sich die Schüler und Schülerinnen einmal im Monat in einer Feierstunde gegenseitig aus ihren aktuellen Unterrichten etwas zeigen. Besonders wichtig war ihm dabei, dass in den Beiträgen auch die jeweiligen jahreszeitlichen Stimmungen zum Tragen kommen.

Zunächst jeden ersten Montag im Monat (dem Tag, der laut württembergischen Schulgesetz damals schulfrei war), später donnerstags, gab es so eine Zusammenkunft der Schulgemeinschaft an der 1919 gegründeten ersten Waldorfschule in Stuttgart.

Bei der weltweiten Verbreitung der Waldorfschulen wurde dieses Element beibehalten.

Inzwischen finden die Feiern allerdings in keiner Schule mehr monatlich, sondern ca. dreimal jährlich an (den inzwischen schulfreien) Samstagen statt. Der angenehme Nebeneffekt ist, dass wir durch diese Feiern alljährlich drei bewegliche Ferientage gewinnen, denn es handelt sich dabei um zusätzliche Schultage.

Seit 2018 sind wir bei uns dazu übergegangen, am Freitag vor der öffentlichen Aufführung eine interne Feier zu veranstalten. Damit kommen wir dem ursprünglichen Gedanken, dass die Schüler sich untereinander wahrnehmen, wieder näher und es hat den gewünschten Nebeneffekt, dass die Stühle im Foyer für die Besucher am Samstag (fast) reichen.

Die Stimmung der Freitagsveranstaltungen gleicht der einer feierlichen Generalprobe. Die Klassen bejubeln sich gegenseitig, erkennen mitunter Beiträge wieder, die sie selbst in ähnlicher Form einmal auf die Bühne gebracht haben oder staunen einfach nur über „die Großen“.

Wir von der Monatsfeierdelegation bekommen dabei einen Gesamteindruck des Programms, das wir aus den eingereichten Beiträgen zusammengestellt haben. Im Anschluss können wir justieren, die Reihenfolge umstellen oder auch etwas kürzen. Klassen, die nichts vortragen, haben an dem Tag ebenfalls Anwesenheitspflicht und arbeiten entweder gezielt an Unterrichtsstoff oder werden von Schul- bzw. Hortpersonal betreut – so wie die Auftretenden auch vor und nach ihren Beiträgen.

Hinzugekommen ist bei uns der schöne Brauch, im Anschluss bei Speis und Trank auf dem Schulhof noch gesellig zusammenzukommen. Für die Organisation dieses Parts sorgen die eifrigen Mitglieder unseres Festkreises. Herzlichen Dank dafür!

(Catharina Engelke)