Besuch der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen – ein Neuntklässler berichtet

Am Freitag, dem 27.02.2026, waren wir, die 9. Klasse, auf einem Ausflug in die KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen. Dort angekommen haben alle einen Audioguide bekommen, um an verschiedenen Orten der Gedenkstätte Informationen zum jeweiligen Ort zu erhalten.

Das Gelände des KZs war sehr weitläufig und größer, als man erwartet hätte. Durch den verrosteten Stacheldraht, die alten Gebäude und nicht zuletzt auch die zerfallenen Mauern und Wachtürme bemerkte man, dass der Ort wirklich schon ziemlich alt war.

In den Ausstellungen fanden sich Gerätschaften und Sachquellen aus der damaligen Zeit. Man bemerkte wirklich, dass diese Gedenkstätte einerseits ein Ort voller Geschichte ist – und zugleich einer mit, man könnte sagen, dunklen Wolke überzogen, die nach all den Jahren noch immer kaum verzogen sind. Wenn einer von uns eines der Artefakte betrachtete, konnte man ihm förmlich ansehen, wie ihm zehntausend Gedanken beschäftigten, am Ende dazu jedoch trotzdem kein Wort rauskam.

Die Emotionen waren sehr unterschiedlich: einige nahmen es (zumindest dem Anschein nach) ganz gelassen und wirkten wenig beeindruckt. Doch andere, die deutlich in der Überzahl waren, fanden entweder keine Worte dafür oder wirkten nahezu erschüttert über das, was sich vor langer Zeit dort abgespielt hatte. Das war sowohl der Klasse als auch Frau Hesse und Herrn Fenger anzumerken. Dies war wirklich der krönende Abschluss der gesamten Geschichtsepoche, mit dem so sicher niemand gerechnet hätte.

(M.P.)