
Jedes Jahr aufs Neue bereichert es, an der Präsentation der Praktika teilzunehmen. Die Jugendlichen berichten von ihren ersten Schritten im Arbeitsalltag eines Ladens, Kletterparks, Bühnenhintergrunds mit Maske / Requisite oder einer Fahrradreparaturwerkstatt. Fast alle Schüler*innen ließen durch das eingeflochtene „wir“ oder „bei uns“ eine hohe Identifikation mit ihrem Einsatzort nach den viereinhalb Wochen aufscheinen.
Während die einen erkannten, dass ihr künftiges Berufsfeld wohl nicht auf diesem Sektor liegen wird, kamen andere mit Job-, sogar Ausbildungsangeboten in die Schule zurück.
Wertschätzung entstand sowohl gegenüber der körperlichen Anstrengung etwa des stundenlangen Stehens in einem Blumenladen als auch der oft schnell übertragenen Verantwortung. Viele Zehnies äußerten, sich von ihrem neuen Team begleitet gefühlt zu haben, sie konnten alle Fragen – notfalls mehrfach – stellen. Daraus entwickelte sich Dankbarkeit! Übrigens auch gegenüber den Eltern, die sie nach dem Arbeitstag auffingen, oder sogar der Schule, die ihnen diese Erfahrungen innerhalb des Schuljahres ermöglicht. Außerdem erwies sich, dass die Zeit von mindestens vier Wochen Qualitäten zu vertiefen half bei den Schritten Ankommen, Anfangen, Vertrauen erhalten, eine wirkliche Hilfe sein können.
Weitere Entwicklungen Richtung beruflichem Tätigwerden und Verantwortungsübernahme zeigten sich in Momenten der Arbeitsüberlastung, etwa während des Baumblütenfests, und der Selbstorganisation z.B. in Phasen der Flaute. Und dann lauerte noch das zu schreibende Portfolio – worüber man sich mit der eigenen innerschulischen Betreuung auseinanderzusetzen hatte, gelingendes Zeitmanagement immer fest im Blick…
Das hauptsächlich aus jüngeren Klassen zusammengesetzte Publikum belohnte die Zehntklässler*innen mit gespannter Aufmerksamkeit und persönlichen Rückfragen. Glückwunsch an Klasse 10 und ihre Klassenlehrerin für diese zwei weitgefächerten Präsentationstage!
(S.H.)